Inhalt
Fachliche Einführungsveranstaltung in Augsburg

Nach der erfolgreichen Auftaktveranstaltung vom 17. Oktober 2007 in Langweid fand am 5. November die Einführungsveranstaltung „Grundlagen der Gesundheitsförderung in KiTas“ vor etwa 100 Teilnehmern der Pilot-Kitas, Eltern und weiteren Interessierte im Rokokosaal der Regierung Schwaben in Augsburg statt.
Die Teilnehmer wurden zu Beginn mit einer Wahrnehmungsübung von Kita-Coach Sabina Wesling eingestimmt. Im Anschluss folgten Vorträge zu den Themen Gesundheitsförderung, Ernährung, Bewegung, Entspannung und Elterndialog.
In den Pausen stand ein Büchertisch mit Anregungen für die KiTa-Praxis zur Verfügung an dem die Teilnehmer miteinander ins Gespräch kamen und Fragen an die KiTa-Coaches richten konnten. Für das leibliche Wohl sorgte ein Snack-Buffet mit leckeren und gesunden Knabbereien.
Eva Reichert-Garschammer vom Staatsinstitut für Frühpädagogik zeigte mit ihrem Vortrag „Ganzheitliche Gesundheits- und Bildungsarbeit: Basis für Entwicklung und für die Entlastung im KiTa-Alltag“ Anknüpfungspunkte des peb-Projektes mit dem bayerischen Bildungs- Erziehungsplan auf. Insbesondere hob sie die starke Gewichtung des Themas Gesundheit hervor.
Sonja Quante aus dem Projekt „Schatzsuche im Kindergarten“ von der Universität Bayreuth erläuterte anschaulich und verständlich das Konzept der Salutogenese und Ressourcenorientierung. Sie begann ihren Vortrag mit den Antworten von Kindern zu der Frage „Was ist Gesundheit?“ – diese reichten von „an die frische Luft gehen“ über „Obst essen“ bis hin zu „Sport machen“. Anschließend leitete sie zur Definition von Gesundheit nach dem salutogenetischen Konzept über.
Nach einer „bewegten Weltreise“ für alle Teilnehmer erläuterte die Sportwissenschaftlerin Ilka Pfütze wie wichtig die Freude an Bewegung für die kindliche Entwicklung sei. Aber nicht nur die Freude an Bewegung sondern vor allem ausreichende Bewegungs- und Entspannungsmöglichkeiten seien Grundlage der Entwicklung und des Wohlbefindens von Kindern und Erwachsenen, erklärte Ilka Pfütze. Sie verdeutlichte, wie wichtig es sei, situative Anlässe der Kinder aufzugreifen und ihnen Raum und Zeit für selbstständige und selbst entwickelte Bewegungsspiele sowie Entspannungs- und Ruhephasen zu geben.
Anschließend zeigte die Ernährungswissenschaftlerin Sabina Wesling mit ihrem Vortrag „Essen und Trinken als genussvolle Selbsterfahrung“, dass Essen und Trinken nicht ausschließlich der Nahrungsaufnahme dienen, sondern ein sehr sinnliches und tief prägendes Erlebnis sein könnten. Sie führte aus, dass Kinder Vorbilder bräuchten, die mit Freude und aus Überzeugung ein gesundheitsförderliches Verhalten vorlebten. Sie hob hervor, wie wichtig es sei, dass Kinder Essen nicht als Ersatz für Zuneigung oder den Ausdruck von Gefühlen bekommen sollten.
Die Projektleiterin Ruth Hammerbacher ging mit dem Vortrag „Partnerschaften: im Team, mit Eltern und im Netzwerk viel erreichen“ auf theoretische und praktische Kommunikationsgrundlagen ein und erläuterte, dass für die erfolgreiche Gesundheitsförderung die Zusammenarbeit vieler Beteiligter notwendig sei. Um dies zu erreichen, müssten Bildungs- und Erziehungspartner, also Eltern und pädagogische Fachkräfte auf „Augenhöhe“ kommunizieren und sich gegenseitig wertschätzen.
Im zweiten Teil des Abends wurden die Teilnehmer aktiv. Nach einer gemeinsamen Aktivierungs- und Konzentrationsübung der KiTa-Coaches Sabina Wesling und Ilka Pfütze diskutierten die Teilnehmer in kleinen Gesprächsrunden Fragen rund um Ernährung, Bewegung und Entspannung im KiTa-Alltag. Abschließend wurden in einer offenen Fragerunde Fragen zum weiteren Projektverlauf beantwortet.

