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Philosophie und Arbeitsweise

Die Therapie von Übergewicht hat sich als weitgehend erfolglos erwiesen. Daher ist die Prävention der beste Weg dem anwachsenden Problem Übergewicht zu begegnen.
Grundlegende Einstellungen und Gewohnheiten für gesundes bzw. ungesundes Verhalten entwickeln sich bereits in den ersten Lebensjahren und bleiben zumeist ein Leben lang erhalten. Daher sollte der gesunde Lebensstil bereits in jungen Jahren gefördert werden.
Mit „gesunde kitas • starke kinder“ geht peb deshalb gemeinsam mit KiTa-Teams, Eltern, Partnern vor Ort und Experten auf „Schatzsuche“, um die besten Ansatzpunkte und praktikable Wege für die Gesundheitsförderung zu finden. peb setzt dabei auf partnerschaftliches und prozessorientiertes Vorgehen. Nur so können nachhaltige Erfolge erreicht werden.
„gesunde kitas • starke kinder“ verbindet Konzepte, die bislang zumeist nicht im Zusammenhang gesehen wurden - die Wechselwirkung von Gesundheit und Bildung. Gesundheit ist eine wichtige Ressource für Bildung und Entwicklung, Bildung hilft beim Erlernen gesunder Lebensstile.
Wirksame Gesundheitsförderung basiert auf den Elementen Ernährung, Bewegung und Entspannung. Die mit diesen Elementen verbundenen sinnlichen Erfahrungen bieten Anlässe für lebendige Bildungs- und Entwicklungsprozesse.
Mit dem Projekt werden die Stärken jedes Kindes und seine Widerstandsfähigkeit in den Fokus gerückt. Es geht um das aktive Gewinnen von Gesundheit (Salutogenese).
Aufgabe der Erziehenden ist es, die eigene Aktivität von Kindern mit Anregungen zu begleiten und mit einem verlässlichen Umfeld zu sichern. Es gilt, mit den vorhandenen Ressourcen und Rahmenbedingungen das jeweils Bestmögliche in jeder KiTa zu erreichen (Ressourcenorientierung).
Für die KiTas will peb erreichen, dass in ihnen eine Kultur gelebt werden kann, die Freude an Bewegung und ausgewogener Ernährung ebenso wie die Kraft zur Entspannung vermittelt. So entsteht ein optimaler Rahmen, in dem Kinder gesunde Lebensweisen einüben können.
Die Projektarbeit mit 50 KiTas an den Standorten Bielefeld, Mülheim an der Ruhr, München und in der Region Augsburg beginnt im Juni 2007. Mitte 2009 wird das Projekt mit einer Ergebniskonferenz abgeschlossen.
Die Arbeit in den Projektstandorten beginnt mit einer öffentlichen Auftaktveranstaltung bei der das Projekt den KiTa-Teams, Eltern, Kommunalpolitikern und allen Interessierten vor Ort vor vorgestellt wird und für das Thema sensibilisiert wird. Hier werden die fachlichen Grundlagen des Projektes durch Fachexperten dargestellt und diskutiert sowie die Arbeitshilfe für die pädagogischen Fachkräfte vorgestellt.
In der Folge werden mit den teilnehmenden KiTas Workshops durchgeführt. Gemeinsam mit den KiTa-Teams wird hier eine Bestandsaufnahme vorgenommen sowie die konkreten Ziele definiert und ein Umsetzungskonzept für die jeweilige KiTa entwickelt.
Eine intensive Begleitung der KiTas erfolgt durch das Team der peb-Praxis-Coaches, die die KiTas während der ca. 12 bis 18-monatige Erprobungsphase der Konzepte vor Ort im Alltag begleiten.
Im Rahmen einer Projekt-Arbeitsgruppe begleiten Träger, Fachberatungen, Jugendamt und Gesundheitsamt den Projektverlauf vor Ort und sorgen für die praxisnahe Diskussion und den Transfer der Ergebnisse.
Das Projekt „gesunde kitas • starke kinder“ wird darüber hinaus auch auf überregionaler Ebene durch die Fachcommunity begleitet. Konferenzen zum Auftakt und zum Abschluss des Projekts richten sich an Experten, Institutionen und Entscheidungsträger.
Zudem bieten Netzwerk-Veranstaltungen im Projektverlauf Interessierten aus dem KiTa-Sektor die Möglichkeit zum Austausch und zur Vernetzung.
Darüber hinaus wird das Projekt durch eine Expertengruppe aus Fachwissenschaftlern und Fachpraktikern beraten und wissenschaftlich evaluiert.

