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Wissen
Ausgewählte Kurzinformationen und Links zu wichtigen Studien aus den Themenfeldern Ernährung, Bewegung und Übergewichtsprävention.
KiGGS-Studie „Bundesweiter Kinder- und Jugendgesundheitssurvey“ (KiGGS)
Im Rahmen der KiGGS-Studie wurden 18.000 Kinder und Jugendliche im Alter von 0 bis 17 Jahren von 2003 bis 2006 befragt und untersucht. Die Ergebnisse wurden 2007 der Öffentlichkeit vorgestellt.
Rund 15 Prozent oder 1,9 Millionen der Kinder von 3 bis 17 Jahren in Deutschland sind übergewichtig – über sechs Prozent oder ca. 800.000 sind fettleibig. Mit dem Alter steigt auch der Anteil übergewichtiger und adipöser Kinder an.
Motorik-Modul (MoMo) der KiGGS-Studie
Mit dem Motorik-Modul der KiGGS-Studie wurde die körperliche Leistungsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen untersucht.
In den letzten 25 Jahren ist ein Rückgang der Leistungsfähigkeit von teilweise über 10 Prozent zu verzeichnen. Die Kinder laufen heute langsamer, und auch die Beweglichkeit hat messbar nachgelassen.
Nationale Verzehrsstudie II (NVS II)
Die bundesweite Studie des Max-Rubner-Instituts wurde von November 2005 bis Dezember 2006 erhoben und legt Daten zum Ernährungsverhalten und zur Übergewichtssituation bei Jugendlichen und Erwachsenen vor.
Demnach sind 66 Prozent der Männer und rund 51 Prozent der Frauen in Deutschland übergewichtig oder adipös.
DONALD-Studie
Die DONALD-Studie des Dortmunder Forschungsinstituts für Kinderernährung wurde 1985 als Langzeitstudie begonnen und wird bis heute weitergeführt. Die Studie sammelt Daten zum Ernährungsverhalten und zum Wachstum von gesunden Kindern von der Geburt bis zum Ende ihres Wachstums und untersucht die komplexen Wechselwirkungen zwischen Ernährungsverhalten, Nahrungsverzehr, Wachstum, Entwicklung, Ernährungsstatus, Stoffwechsel und Gesundheit.
Fachartikel: Bewegung in Schwangerschaft und Stillperiode bei mütterlichem Übergewicht
PD Dr. med. Ulrike Korsten-Reck von der Medizinischen Universität Freiburg führt in ihrem wissenschaftlichen Beitrag für die „Zeitschrift für Geburtshilfe und Neonatologie“ (Ausgabe 03/2010) die positiven Einflüsse von ausreichend Bewegung in Schwangerschaft und Stillperiode aus. Regelmäßige körperliche Aktivität kann demnach eine übermäßige Gewichtszunahme verhindern und den Gewichtsstatus auch nach der Schwangerschaft günstig beeinflussen. Zudem führt Korsten-Reck, die auch Sprecherin des peb-Expertenbeirats ist, aus, dass Überernährung der Mutter und mangelnde körperliche Aktivität ebenfalls eine entscheidende Weichenstellung für das Neugeborene sind und die kindliche Gewichtsentwicklung beeinflussen können.

