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Netzwerkkonferenz bestätigt Ansatz des peb-Projektes „gesunde kitas • starke kinder“

Am 13. Februar 2009 fand in Halle an der Saale die 2. Netzwerkkonferenz im Rahmen des peb-Projektes „gesunde kitas • starke kinder“ mit dem Schwerpunkt Verbreitung und Sicherung erfolgreicher Praktiken der Gesundheitsförderung in KiTas statt.

Die Konferenz ist ein Baustein der Netzwerkarbeit des peb-Pilotprojektes „gesunde kitas • starke kinder“, das die Plattform Ernährung und Bewegung an den Standorten Mülheim an der Ruhr, Bielefeld, München, Region Augsburg und in Halle an der Saale durchführt. Am Standort Halle wird das Projekt durch die METRO Group unterstützt, während das Projekt an den übrigen Standort durch das BMELV und den BLL gefördert wird.

Prof. Dr. Christiane Dienel, Staatssekretärin für Gesundheit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt hob im Rahmen ihres eröffnenden Grußwortes die Bedeutung des `Lernortes` KiTa für den gesunden Lebensstil hervor: „Abwechslungsreiche Ernährung und viel Bewegung sind das A und O für ein gesundes Aufwachsen von Kindern. In der Kindertagesstätte können die Kleinen spielerisch an diese Themen heran geführt werden. Wir hoffen, dass die Jungen und Mädchen zu Hause von ihren Erlebnissen berichten und so auch Mutti und Vati oder die Großeltern für gesunde Ernährung und Sport begeistern können.“

Tobias Kogge, Beigeordneter für Jugend, Schule, Soziales und kulturelle Bildung übermittelte im Namen der Oberbürgermeisterin der Stadt Halle die Begeisterung für das peb-Projekt: „In 13 städtischen KiTas führen wir zur Zeit gemeinsam mit peb das Pilotprojekt „gesunde kitas • starke kinder“ durch. Erzieherinnen und Erzieher nehmen die Vorschläge in Richtung ausgewogener Ernährung und ausreichend Bewegung gern an und setzen sie um. Die Kinder und Eltern sind vom gesundheitsfördernden KiTa-Alltag begeistert.“

Weitere fachliche Beiträge zur Entwicklung des Projektes wurden nach dem Grußwort des peb-Vertreters Holger Kloft beigesteuert:

Prof. Dr. Ursula Rabe-Kleberg, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, die mit ihrem Institut bildung:elementar das Projekt in Halle begleitet, verdeutlichte in ihrem Beitrag „Gesundheitsförderung und Profession – Aufgaben der Aus-, Weiter- und Fortbildung von pädagogischen Fachkräften“ den Stellenwert der Bewegung für die kognitive, soziale und körperliche Entwicklung von Kindern.


Prof. Peter Vermeulen, Dezernent für Schule, Jugend und Kultur in Mülheim an der Ruhr, betonte die Verantwortung der Träger, die KiTas in ihrer Akteursrolle für die Gesundheitsförderung für Kinder, Eltern und pädagogische Fachkräfte zu unterstützen.


Andrea Lasson, PädQuis, Freie Universität Berlin gab einen Überblick über die Projektlandschaft zur Gesundheitsförderung in KiTas’, die im Rahmen der wissenschaftlichen Evaluation von „gesunde kitas • starke kinder“ aktuell erfasst wurde.


Aus der Praxis aller vier Standorte des peb-Projektes „gesunde kitas • starke kinder“ berichteten die Vertreter der Kommunen Bielefeld, Mülheim an der Ruhr, Region Augsburg, München und Halle an der Saale über das Vorgehen zur Sicherung der Projektergebnisse und zur Fortführung des Prozesses.

Wie machen wir die Gesunde KiTa zum Normalfall?
Zu dieser Frage diskutierten im abschließenden Podium Holger Kloft , Sabine Lauxen (Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen), Andrea Lasson und Katrin Lademann (Eigenbetrieb Kindertagesstätten, Halle) sowie das Publikum. Einigkeit bestand über die folgenden Punkte

Standards für die Gesunde KiTa sind sinnvoll, sie müssen jedoch aufgrund der Vielfalt im KiTa-Bereich modular aufgebaut sein.

Die derzeitige Vielzahl einzelner Projekte beschränkt deren Bedeutung. Ein länder- und ressortübergreifendes Vorgehen kann demgegenüber zur Verbreitung nachgewiesen guter Modelle führen.

Eine Begleitung von KiTas durch Coaches, wie im Modell „gesunde kitas • starke kinder“, ist effektiver als vereinzelte Fortbildungsmaßnahmen.

Evaluationsergebnisse zu KiTa-Projekten sollten öffentlich zur Verfügung gestellt werden.


Anlässlich der Netzwerkkonferenz bekundeten politisch Verantwortliche aus Bund, Ländern und Kommunen ihre Unterstützung für das peb-KiTa-Projekt.


Ilse Aigner, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz:
„Einen gesunden Lebensstil muss man lernen – Kinder ebenso wie ihre Eltern. Ausgewogene Ernährung gehört zu einem gesunden Lebensstil wie ausreichend Bewegung und genügend Entspannung. Hier leistet das peb-Projekt „gesunde kitas • starke kinder“ einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung von Erzieherinnen und Erziehern und damit zur Gesundheits-Erziehung unserer Kinder.“


Dr. Ursula von der Leyen, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend:
„Die Freude an Bewegung und das Bewusstsein für Gesundheit und gesunde Ernährung entstehen nicht von allein. Sie werden in den ersten Lebensjahren geprägt - in der Familie, aber auch in den Kindertageseinrichtungen. Im peb-Projekt „gesunde kitas • starke kinder“ lernen Erzieherinnen und Erzieher, wie man Kindern einen gesunden Lebensstil vermitteln kann. Das wirkt sich nicht nur auf die Kinder aus, sondern oft auch auf deren Familien. Das peb-Projekt „gesunde kitas • starke kinder“ trägt dazu bei, dass unsere Kinder gesünder aufwachsen und leben.“


Eckhard Uhlenberg, Minister für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Nordrhein-Westfalen:
„Die Veränderungen an den beiden Pilotstandorten in NRW, in Bielefeld und Mülheim an der Ruhr stimmen mich hoffnungsvoll. Sie zeigen, der Ansatz des peb-Projektes ist richtig, schon in der Kindheit die Grundlagen für einen gesunden Lebensstil zu legen.“


Helmut Brunner, Bayerischer Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten:
„Schon Kinder sollten lernen, sich ausgewogen zu ernähren und ausreichend zu bewegen. Denn Fehlernährung und Bewegungsmangel machen krank. Zehn Prozent der Kinder im Vorschulalter sind heute übergewichtig – Tendenz steigend. Wir müssen gegensteuern, um langfristig hohe Kosten für die Gesundheitssysteme zu vermeiden. Ich werde deshalb in Bayern eine gesundheitsbezogene Ernährungsbildung aufbauen, deren Schwerpunkt auf den Schulen und Kindertageseinrichtungen liegt. Dass das peb-Projekt „gesunde kitas – starke Kinder“ hier ebenfalls ansetzt, freut mich. Denn gemeinsam erreichen wir mehr.“

Dagmar Mühlenfeld, Oberbürgermeisterin Mülheim an der Ruhr:
„Mit viel Spaß setzen die Kinder das Gelernte um und lernen so ganz spielerisch die Grundlagen für einen gesunden Lebensstil. Die peb-Coaches sind eine wertvolle Unterstützung unserer Erzieherinnen und Erzieher."


Eberhard David, Oberbürgermeister Bielefeld:
„Bewegung und eine ausgewogene Ernährung sind die besten Begleiter für einen gesunden Start ins Leben. Diese Grundlagen werden durch das peb-KiTa-Projekt auch in den beteiligten Bielefelder KiTas vermittelt.“


Die Beiträge der Referenten stehen soweit vorliegend als pdf-Download zur Verfügung.


Prof. Dr. Christiane Dienel, Staatssekretärin für Gesundheit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt

Prof. Peter Vermeulen, Dezernent für Schule, Jugend und Kultur in Mülheim an der Ruhr

Prof. Dr. Ursula Rabe-Kleberg, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Tobias Kogge, Beigeordneter für Jugend, Schule, Soziales und kulturelle Bildung der Stadt Halle an der Saale

Holger Kloft, Plattform Ernährung und Bewegung e.V.



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