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Zweiter Workshop des Expertenforums Risikogruppen zu „Ernährung und Bewegung im Quartier“

Am 4./5. Dezember 2006 fand der Workshop „Ernährung und Bewegung im Quartier – stadtteilbezogene Gesundheitsförderung“ des Expertenforums Risikogruppen im „Soziale-Stadt-Quartier“ Jena-Lobeda statt. Die Plattform Ernährung und Bewegung e.V. richtete den Workshop in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Urbanistik (difu) aus.
Armut stellt in Deutschland ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar: Die Sterblichkeit arbeitsloser Menschen liegt um das 2,6-fache höher und bei Kindern und Jugendlichen aus sozial benachteiligten Stadtteilen treten aufgrund des ungesünderen Lebensstils weit häufiger gesundheitliche Probleme im Zusammenhang mit Übergewicht auf.
Um dieser Entwicklung wirkungsvolle stadtteilbezogene Lösungsansätze entgegenzusetzen kooperieren peb und difu miteinander. Neben Beiträgen von Experten und Praktikern, die Projekte und Erfahrungen aus benachteiligten Quartieren u.a. in Berlin, Braunschweig und Duisburg auf dem Workshop vorstellten, hatten die Teilnehmer die Gelegenheit sich bei einem Rundgang mit Ortsbürgermeister Volker Blumentritt und Astrid Horbank vom örtlichen Stadtteilbüro durch das Quartier Jena-Lobeda ein Bild von der Entwicklung des Stadtteils zu machen.
Auf Grundlage der Praxiserfahrung der Anwesenden wurden im Rahmen eines moderierten Diskussionsprozesses neue Ansatzpunkte für die wirksame Verankerung von Gesundheitsförderung und Übergewichtsprävention in der Stadtteilentwicklung und im Quartiersmanagement entwickelt. Die Ergebnisse des Workshops sollen dazu genutzt werden, Anstöße für stadtteilbezogene Präventionsprojekte mit dem Fokus auf sozialen Risikogruppen zu schaffen. Hierbei wollen difu und peb weiterhin kooperieren.
Das 1973 von den Mitgliedsstädten des Deutschen Städtetages gegründete Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) in Berlin ist das größte Stadtforschungsinstitut im deutschsprachigen Raum. Das Difu begleitet als Bundestransferstelle das 1999 von Bund und Ländern aufgelegte Programm „Soziale Stadt“. Ziel dieses Programms ist es, die Lebensbedingungen in benachteiligten Stadtteilen zu stabilisieren und zu verbessern.





